Vom Google-Maps-Eintrag zum Ladenbesuch: Wie lokale Unternehmen ihren Standort online präsentieren

von der Redaktion

Die Adresse stimmt, der Punkt auf der Karte auch. Trotzdem steht eine Kundin vor dem falschen Eingang. Ihr Geschäft liegt im Hinterhof, der Zugang führt durch einen Torbogen, und von der Straße aus ist das Ladenschild kaum zu sehen. Wer schon einmal bei Ihnen war, kennt den Weg. Wer Sie zum ersten Mal besucht, muss ihn sich aus der Adresse, der Karte und den Fotos erschließen.

Wenn Sie Ihren Standort online präsentieren, lohnt es sich deshalb, den Besuch vom ersten Suchergebnis bis zur Eingangstür durchzugehen. Das Google-Unternehmensprofil ist dafür ein Ausgangspunkt. Es zeigt in der Google-Suche und auf Google Maps, wo Ihr Betrieb liegt und wann er geöffnet hat. Mit passenden Bildern und konkreten Hinweisen zur Anfahrt können Sie Fragen beantworten, die sich erst auf dem Weg oder kurz vor dem Besuch ergeben.

Welche Informationen Ihr Google-Maps-Eintrag enthalten sollte

Prüfen Sie zuerst, ob Adresse, Kartenmarkierung, Telefonnummer, Website und Öffnungszeiten stimmen. Rufen Sie dazu den öffentlichen Eintrag auf Ihrem Smartphone auf. Stimmen Hausnummer und Straßenname? Zeigt die Markierung auf das richtige Gebäude? Führt der Website-Link zu einer Seite, auf der man die Informationen zum gesuchten Standort schnell findet? Gerade bei mehreren Filialen hilft eine eigene Standortseite mit der jeweiligen Adresse und den passenden Öffnungszeiten.

Halten Sie auch die Sonderöffnungszeiten aktuell. Wenn Ihr Geschäft an einem Feiertag geschlossen bleibt oder vor einem Feiertag früher schließt, tragen Sie die Abweichung im Profil ein. Prüfen Sie bei dauerhaften Änderungen oder einem Umzug auch Ihre Website. Wer auf Google Maps eine andere Uhrzeit sieht als auf Ihrer Website, muss im Zweifel anrufen, um den Besuch zu planen. Stimmen beide Angaben überein, lässt sich diese Rückfrage vermeiden.

Beim Geschäft im Hinterhof löst die korrekte Adresse nur einen Teil des Problems. Auf der Standortseite kann ein kurzer Satz weiterhelfen: „Gehen Sie von der Hauptstraße durch den Torbogen. Unser Eingang liegt hinten links im Innenhof.“ Ein Foto des Torbogens ergänzt den Hinweis. Ähnlich können Sie bei einem Geschäft im Obergeschoss die Etage angeben oder bei einem Betrieb in einem Gewerbepark das Gebäude und den passenden Zugang nennen.

Mit Fotos und einem Rundgang zeigen, was Besucher vor Ort erwartet

Beginnen Sie mit Bildern, die bei der Ankunft helfen. Fotografieren Sie die Fassade so, wie sie von der Straße aus aussieht, und zeigen Sie den Eingang mit gut erkennbarem Schild. Wenn viele Kunden vom Parkplatz oder von einer Haltestelle kommen, kann eine zweite Außenaufnahme aus dieser Richtung sinnvoll sein. Beim Hinterhofgeschäft bietet sich ein Bild an, das den Torbogen samt Hausnummer zeigt. Wählen Sie den Bildausschnitt so, dass Besucher ihn vor Ort wiedererkennen.

Innenaufnahmen beantworten andere Fragen. Ein Möbelgeschäft kann zeigen, wie seine Ausstellung aufgebaut ist. Ein Restaurant kann einen Blick auf den Gastraum und die Terrasse geben. Ein Fachgeschäft kann mit einem Foto des Servicebereichs zeigen, wo Kunden ihre bestellte Ware abholen. Welche Motive relevant sind, erfahren Sie oft aus Rückfragen am Telefon oder im Geschäft. Wenn Besucher regelmäßig nach der Abholung fragen, ist ein Foto vom Abholschalter ein sinnvoller Anfang.

Ein 360-Grad-Rundgang in Google Street View kann sich anbieten, wenn Besucher mehrere Bereiche vorab erkunden möchten. In einem größeren Showroom können sie sich beispielsweise vom Eingang aus umsehen und nachvollziehen, wie die Ausstellungsflächen angeordnet sind. Für einen kleinen Laden, dessen Eingang und Verkaufsfläche sich mit wenigen Bildern gut zeigen lassen, können einzelne Fotos bereits ausreichen. Wenn Sie einen Rundgang planen, wählen Sie die Aufnahmepunkte entlang des tatsächlichen Besucherwegs, etwa vom Eingang über den Empfang bis zur Ausstellung.

Sternenland Oberstein - Google Street View by Panolocal www.panolocal.de

Das Video wird von Youtube eingebettet. Es gelten die Datenschutzerklärungen von Google.

Den Weg zum Standort auf dem Smartphone testen

Öffnen Sie Google Maps auf dem Smartphone, suchen Sie nach Ihrem Betrieb und starten Sie die Navigation von einem typischen Ausgangspunkt, etwa einem nahe gelegenen Parkplatz oder Bahnhof. Achten Sie darauf, wo die Route endet. Stehen Sie vor dem Kundeneingang, auf der Gebäuderückseite oder an einer Zufahrt, die nur für Lieferungen gedacht ist? Falls die Kartenmarkierung falsch liegt, prüfen Sie sie im Unternehmensprofil. Wenn die Adresse stimmt, der Zugang aber schwer zu finden ist, ergänzen Sie den Anfahrtshinweis und wählen Sie ein passendes Foto.

Bitten Sie für den Test auch jemanden um Hilfe, der Ihren Standort noch nie besucht hat. Lassen Sie die Person den Eintrag und Ihre Standortseite selbst öffnen und fragen Sie anschließend, an welcher Stelle sie suchen oder raten musste. Vielleicht hat sie den richtigen Parkplatz gefunden, aber den Fußweg zum Eingang übersehen. Vielleicht führt die kürzeste Route über eine Treppe, während der stufenlose Zugang auf der anderen Seite liegt. Beschreiben Sie solche Wege möglichst konkret, zum Beispiel mit der Straße, der Lage des Eingangs und einem sichtbaren Orientierungspunkt.

Nach Änderungen können Sie in den Leistungsdaten des Google-Unternehmensprofils nachsehen, wie häufig Nutzer eine Wegbeschreibung abgerufen oder auf Ihre Website geklickt haben. Eine Routenabfrage ist ein Hinweis auf Interesse an der Anfahrt. Ob daraus tatsächlich ein Besuch wurde, lässt sich daraus allein nicht ableiten. Ergänzen Sie die Zahlen deshalb um Beobachtungen aus dem Alltag. Wenn Kunden weiterhin nach dem Eingang fragen oder regelmäßig an der Lieferzufahrt klingeln, wissen Sie, welchen Hinweis Sie als Nächstes verbessern können.